Kommentare 0

Ein Hoch auf Kaffee!

19 weeks[19. Woche. Im heimathafen, mit dem weltbesten Dominik.]

Juhuu! Ich mag wieder Kaffee! Also höchstens eine Tasse am Tag, aber damit bin ich schon mehr als zufrieden… Wochenlang konnte ich noch nicht mal den Geruch ertragen [was unpraktisch ist, wenn man ein Café hat]. Gott sei Dank ist diese Phase geschafft und GOTT SEI DANK fühlt sich überhaupt alles schon wieder ein bisschen besser an.

Darum sind wir jetzt ganz fleißig, das kleine Innenkind und ich. Mit viel Bewegung (Innenkind) und mit Schreiben (ich, naja, manchmal). Ich möchte nämlich die Zeit, die ich im Moment habe so gerne nutzen und es einfach mal ausprobieren, aber oh und huihuihui, ist das SCHWER. Wer hätt’s gedacht. Mal sehn, was daraus wird…

Eine fleißig[ kaffee-trinkend]e Bini

Kommentare 2

Die 18. Woche war random.

Erstmal waren wir krank, dann hat die kleine Norali eine Nacht lang gegen ihre Zähne gekämpft (und wir ganz tapfer an ihrer Seite) und irgendwie fühlt sich alles noch nicht ganz im groove an. Aber das wird schon noch.

Und wie schon gedacht hat mein Freund Gott gemäß seines Wesens ganz wundervoll auf meine challenge in der letzten Woche reagiert. Er trägt mich und zeigt es mir. Durch eine Rose von meiner Mama. Durch mein kleines Mädchen, dass sagt “Mama schneutzen!” und dann “toll!” (sie ist sehr fürsorglich mit mir. Und vergiss nicht, mich zu loben). Durch eine erfolgreiche Brautkleid-Einkaufstour (die Ändi hat ein Kleid, juhuu!). Durch ein kleines Wunder mit meiner Pfeiltafel, die ich mit einer wirklich leeren Tafellackdose noch 3 Mal lackiert habe. Das sind alles so kleine Alltags-Angelegenheiten, in denen jeder andere Mensch keinen Funken Gott erkennen würde.
Aber so ist Gott, er redet zu mir und zu dir in Insidern.

Als der Pfeil dann wieder von Tafellack glänzte, konnten wir auch die Bauch*Reportage*18 aufnehmen:

18 weeks

Meine einzige Vorgabe bei der Bauch*Reportage ist, zu machen, worauf ich Lust habe und dabei einfache Szenen aus unserem Alltag fest zu halten. Dies ist eine sehr all-tägliche Szene. “Mama sitzen! Buch! Schoß! Decke!” – die Befehlsform hat sie sich erfolgreich angeeignet…

18 weeks

Auf in die 19. Woche! Es geht sicherlich aufwärts!!

Eine belesene Bini

Kommentare 4

Everything sucks.

17 weeks
[17 Wochen]

Gestern habe ich mich meinem Freund Gott einen Kaffee getrunken und mich über die Geschichte “Spuren im Sand” geärgert. Dazu muss man wissen, dass ich mich sehr leicht und sehr schnell über so einiges ärgere im Moment. Auch über schöne Geschichten. Wer sie nicht kennt: Ein Mensch läuft am Strand entlang (ein Gleichnis für durch’s Leben laufen) , schaut mit Gott zurück und fragt ihn, warum es in den schweren Zeiten des Lebens nur eine Fussspur im Sand gibt, ob Gott ihn allein gelassen hätte. Und Gott antwortet, dass er ihn getragen habe.
Eine schöne Geschichte und eine schöne Vorstellung.
Aber warum, warum bitteschön hat der arme Mensch denn gar nicht mit bekommen, dass er getragen wird von Gott? Ich finde es herzlich frustrierend, wenn man zurück schaut und denkt “oh, was war ich allein und hab mich einsam gefühlt” und dann sagt Gott, “nein in Wahrheit war ich da und habe dich getragen.” Echt jetzt? Mann, ey.

Zum Glück ist Gott Gott und kommt auch mit einer gehörigen Portion Bini-Frust klar.
Und mit meinem Gebet heute (und gestern): Ich weiß, du bist da Gott, bitte lass es mich auch spüren! Ich weiß, du trägst mich durch meine emotionalen Turbulenzen, bitte lass es mich fühlen. Ich weiß, du bist stabil und felsenfest und immerimmergut, bitte hilft mir, mich daran zu erinnern.

Ich bin gespannt, was er macht. Und in der Zwischenzeit tanzen wir, bis es besser wird.
Eine getragene Bini

Kommentare 4

*YOU ARE HERE

Willkommen 2015! Willkommen neue Abenteuer! Willkommen kleines Innenkind!

16 weeks-3.jpg[16 Wochen]

Wie bei der letzten Schwangerschaft habe ich vor, meinen wachsenden Bauch wöchentlich zu dokumentieren. Und dazu möchte ich noch etwas sagen:

Die Wahrheit ist: Das ist für mich mehr, als ein kleines Fotoprojekt. Ich brauche das. Schwangerschaft ist ganz und gar wundervoll und zauberhaft. Für viele, viele glückliche Frauen ist es eine Zeit, in der sie durch ihr Leben schweben und strahlen. Ich gehöre nicht zu diesen Frauen. Ich muss schweren, traurigen Herzens zugeben, dass für mich schwanger sein eine ganz und gar elende Zeit ist. Ich bin nicht ich. Oder nur eine sehr, sehr doofe Version meiner selbst. Ganz schön schade, oder?

16 weeks-1.jpg

Und weil ich mich aber in Wahrheit auf dieses Kind FREUE und weil wir es uns gewünscht haben (auch wenn wir ab und an Muffensausen gigantischen Ausmaßes bekommen), möchte ich nicht nur Meckern, sondern auch etwas machen, um diese Schwangerschaft zu FEIERN und nicht nur irgendwie durch zu stehen. Darum mache ich die Fotos. Weil ich mich vorfreuen will und begeistert sein will und Gott DANKE sagen will für dieses Wunder in meinem Bauch. Es ist nicht selbstverständlich, sondern ein riesiges Geschenk. Das weiß ich und ich bin dankbar schwanger sein zu dürfen.

Und das schöne an der zweiten Schwangerschaft ist, dass ich genau weiß, dass all die Furchtbarlichkeit, die ich im Moment fühle, auch wieder verschwinden wird. Dass es nur eine unschöne Phase ist, aber dass das Leben wieder schön wird. [ Und ich habe die leise Vermutung: schöner als vorher!]

16 weeks-2.jpg

Also: Ein Hoch auf sich*kacke*fühlen*und*trotzdem*feiern.
Ein Hoch auf einen*neuen*wundervollen*Menschen und
ein Hoch auf mit*kreativen*Projekten*die*Zeit*versüßen!

Eine leidende, schwangere, dankbare Bini

P.S. Nein, es ist kein Zufall, dass ich dasselbe anhabe, wie beim Start der 1. Bauch*Reportage… Ein lustiger Vergleich (und mein Bauch ist schon viiiel größer diesmal!). Hier bin ich auf den Tag genau so schwanger wie jetzt:

Bauch*Reportage*16-1

Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen werden…

Kommentare 3

Tomorrow, tomorrow…

Morgen. Morgen fängt die Krippe an.
Ich bin überzeugt davon, dass es ein guter Schritt ist, weil die kleine Norali andere Kinder so unfassbar cool findet. Ich bin überzeugt davon, dass besonders sie, aber auch wir beide davon profitieren werden.
Aber mein armes, junges Mama-Herz ist schon ein wenig schwer und wehmütig bei diesem ersten kleinen Abschied. Und es ahnt, dass es um das Abschied-nehmen wohl noch oft gehen wird in unserer Zukunft und dass es sich besser jetzt schon mal daran gewöhnt. Menno. Ich hab sie doch gerade erst bekommen und jetzt muss ich schon ein wenig loslassen? Menno.

IMG_3760

Aber ich freue mich auf die neue Zeit (wirklich: ich für meinen Teil bekomme ja schiere Unmengen von NEUER Zeit) und ich freue mich, dass dieser neue Abschnitt anfängt. Ich bin gespannt, wie es die kleine Norali prägen und bereichern wird. Wirklich, ich freu mich.

Aber heute Abend, da ist mein armes Mama-Herz auch sentimental, jawohl.

Eine wehmütige Bini

Kommentare 7

Über ein Papakind [und über Liebe, die bedingungslose].

Papakind-1Gestern war kein guter Tag für die kleine Norali und mich. Nach unserem Urlaub hatte sie – wie immer nach Urlauben – die ganz, ganz große Papa-Sehnsucht. Ist ja auch schöner, wenn er da ist, das sehe ich genauso.

Papakind-2
Papakind-2Papakind-2Papakind-1Aber gestern war es besonders schlimm. Nach dem Mittagschlaf stand sie völlig zerknautscht& verpennt in ihrem Bett, hat ganz herzzerreißend nach ihrem Papa gerufen hat und sich nicht trösten lassen, sondern in eine kleine emotionale Krise reingesteigert. Irgendwann habe ich die Mama in mir links liegen lassen und getan, was jedes Mädchen an meiner Stelle getan hätte –  auch geheult.

Weil es sich so doof anfühlt, die zweite Geige zu spielen. Weil ich mir so dämlich vorkomme, dass ich meinen Tag, meine Kraft, meinen Tatendrang, meine Energie, meine Liebe, fast all meine Zeit für sie aufwende und an ihr ausrichte und dann nur “Pappa?” höre. Weil ich auch so vermisst und geliebt werden mag und nicht nur “auch gemocht”. Denn – na klar – sie mag mich sehr! Da bin ich mir sicher. Aber den Papa, den mag sie noch lieber. (Und ja, es ist krass sich so zu fühlen und noch krasser das so öffentlich zu zugeben. Aber ich glaube ehrlich gesagt, dass ich nicht die einzige bin, der es ab und an so geht. Hat jemand Tipps, Erfahrung, Ermutigung?)

Papakind-3

Für den Rest des Tages war ich ein wenig gebeutelt. Und am Abend habe ich Zeit mit meinem Freund Gott verbracht und darüber nachgedacht, wie traurig mich das macht. Aber als ich dann an sie gedacht habe, ist plötzlich alle Bitterkeit verflogen. Und mir ist klar geworden, dass ihre Zuneigung für mich nichts an meiner Zuneigung für sie ändert. Weil ich nichts dagegen tun kann, dass ich sie von ganzem Herzen, mit aller Kraft und ohne wenn und aber lieb habe. Dass ich mich nicht retten kann vor Begeisterung und dass meine Zusage für sie steht und niemals und durch nichts wanken wird. Ob sie mich mag oder nicht, ob sie mich traurig macht oder nicht, ob sie mich zur Weißglut bringt oder nicht, ob sie meine Zuneigung erwiedert oder nicht – es macht keinen Unterschied darin, wie unfassbar stark und fest und für immer ich sie lieber hab, als ich sagen kann.

Papakind-1

“Siehst du,” sagt mein Freund Gott dann zu mir, “so geht’s mir mit dir auch.” Oh, echt? So sieht Gott mich? Egal ob ich mir Zeit für ihn nehme oder nicht, ob ich versuche ihm Freude zu machen oder nicht, ob ich mein Leben mit ihm teile oder nicht, ob ich ihn traurig mache oder nicht, seine Zusage für mich steht felsenfest und er hat mich mehr lieb, als er mir sagen kann.

Krass. So ist das wohl mit der Liebe. Sie glaubt alles und hofft alles und gibt niemals auf. Und ich bin von ganzem Herzen dankbar dafür, so eine Liebe erleben zu dürfen – sie selber zu fühlen und mir sicher zu sein, dass sie mir genauso gilt.

Mamakind

Eine bedingungslose Bini

PS: Aber oh, wie war das schön, als die kleine Norali neulich nachts aufgewacht bist und auf Papas Arm nicht zur Ruhe kam und immerzu “Mama?” gefragt hat. Und dann auf meinem Arm zufrieden eingeschlafen ist. Vielleicht hat sich das Mädchen in mir zu früh Sorgen gemacht und es sind doch nur Papa-Phasen und Mama-Phasen…

Kommentare 3

Liebe kleine Norali,

Norali1

alles an dir ist neu, mein kleines Mädchen. Niegelnagelneu. Dein linkes Ohr, deine Art ein Huhn nachzuahmen, dein Vertrauen in die Menschen. Besonders bei letzterem ist es so schön zu sehen, wie unvoreingenommen und positiv du anderen Menschen begegnest. Und gestern, da ist mein Herz ganz schwer geworden, als du mit deiner kleinen Freundin zusammen spielen wolltest, aber die Freundin lieber zu allem “Meins! Alleine!” gesagt hat. Ich bin sicher, das wirst du eines Tages verstehen und eine zeitlang auch so sehen, denn das ist eine Phase, die kommen und gehen wird. Aber gestern hast du es nicht verstanden. Hast deine kleinen, feinen Augenbrauen angestrengt gerunzelt und dann einen weiteren Versuch unternommen. Und noch einen. Geerntet hast du nur Geschrei und das langsam einsetztende Dämmern, dass du nicht mit Lesen darfst. Oh, dein Gesichtsausdruck – das hat mir das Herz ein klein wenig gebrochen. Und es hat mich ziemlich viel Kraft gekostet, dich das erleben zu lassen und nicht einzugreifen. Denn das ist die Wahrheit, die jede Mutter wohl irgendwann realisieren muss: Ich kann dich nicht beschützen. Klar, vor tropischen Krankheiten hoffentlich und vor Unwetter und vor Bauchschmerzen durch zu viel Schoki. Aber die vielen Menschen da draußen, die werden dich ab und an enttäuschen und verletzen. Das fängt jetzt schon an und es wird immer wieder so sein, da bin ich sicher.

Was ich dir aber sicher sagen kann, mein kleines, wundervolles Mädchen ist, dass es nicht an dir liegt (bestimmt wird das später mal anders, aber gestern war es einfach die Phase deiner Freundin). Dass es nichts über dich aussagt. Dass du wunderwunderwundervoll bist. Und wertvoll. Und so so geliebt, immerzu und überall. Von mir und noch mehr Menschen.

Und weißt du was, mein kleines Mädchen, von dem ich so viel lerne? Als ich gestern Abend darüber nachgedacht habe, wurde mir auf einmal klar, dass Gott genauso zu mir redet in bestimmten Situationen mit Menschen, in denen ich sehr verletzt worden bin. In anderen Situationen bin ich sicher nicht schuldlos, aber in diesem Fall sagt mir Gott, dass es nicht an mir liegt und nichts über mich aussagt. Dass mein Wert nicht dort liegt. Und dass er mich wunderwunderwundervoll findet.

Oh, mein kleines Mädchen, so viel haben wir noch zu lernen. Ich und du. Die Sache mit dem Leben und den anderen Menschen ist nicht leicht. Ich wünschte, ich könnte dich beschützen, aber es geht nicht. Stattdessen hoffe ich, dass ich es schaffe, dir diese eine einzige Sache bei zu bringen: wie unendlich und unfassbar cool du bist. Und wie wunderwunderwundervoll wir dich finden, Gott und ich.

Deine restlos-begeisterte Mama

P.S: Dein Papa übrigens, der findet dich sicherlich nicht “wunderwunderwundervoll”. Der findet eher, dass du die coolste Socke unter 2 bist, die er je getroffen hat. (Und das finde ich auch!)

Kommentare 3

herzrasen, mal wieder.

script school
Mit der Kunst ist es so eine Sache in meinem Leben. Sie hat immer mal ein anderes Gesicht (Nähen, Kleben, Schneiden. Knipsen, Pinseln, Schreiben.), aber immer fühlt sie sich ähnlich an: Mein Herz klopft in der Nacht so stark, dass ich nicht schlafen kann.
[was ich dann mache? In amerikanischen Rezepten stöbern, meistens hier]

Und gerade ist wieder so eine Phase, in der ich kaum schlafen kann und am liebsten jede freie Minute so verbringen würde:

sript school

Denn seit ich eine online class bei einer meiner Lieblingskünstlerin Kal Barteski mache, kann ich mich kaum retten vor Begeisterung. Dieser Pinsel ist wundervoll und hilft mir aus zu drücken, was drinnen vorgeht. Gut ist das. Sooo gut.

Und was ich am Ende dann vor mit liegen haben, hat mich mehr begeistert, als ich mich traue zu sagen. Mal sehen, was ich daraus machen kann… [und ich zeig auch bald mal was, versprochen!]

script school

Mein Herz rast. Nur während dem Mittagschlaf oder wenn ich es schaffe vor der kleinen Norali aufzustehn, aber oh, es rast. Hhm, herrlich.

Eine pinselschwingende Bini

 

Kommentare 5

Läuft.

DSC_0615

Der Titel stimmt so gar nicht. Läuft. Pah.
Es müsste heißen: LÄÄÄÄUUFT!!!!

Und zwar seit heute Abend!! Wahnsinn! Zuerst konnten wir die ersten zwei, drei Schritte von der Mama zum Papa gar nicht glauben, darum hat sie die Distanz (auch vergrößert) dann noch ca. 25 Mal überwunden. Und dabei gegrinst, wie im Bild oben. Der Hammer.

Das Kind, es läuft.

Eine staunende Bini

Kommentare 3

Tagesziele und anderer Irrsinn [und wie Schokopudding alles gut macht].

12month-1.jpg

Diese Kind. Es ist herrlich. Und eine Fortbildungsprogramm für meine Persönlichkeit. Ich glaube, mich hat das mit dem Eltern-werden (und Eltern-sein) so heftig erwischt, weil es mich so so sooo viel lernen lässt. Das klingt jetzt so positiv… Aber manche Sachen (besonders Sachen über mich selbst), hätte ich lieber nicht gewusst.

Zum Beispiel das mit meiner rettungslosen Produktivitäts-Abhängigkeit. Ich bin ein to-do-Junkie. Besser noch ein getan-kriegen-Junkie. Und wenn meine kleine Norali entscheidet, dass heute ein Tag ist, an dem wir uns bitteschön im 50 cm Radius voneinander aufhalten, sie keine Sekunde ohne Aufmerksamkeit ertragen kann und außerdem noch auf den langen Mittagsschlaf verzichten (und stattdessen zwei kurze Nickerchen in der Trage auf Mamas Rücken machen) möchte, oh ja, dass ist dann so ein Tag, an dem nicht viel erledigt wird.

So ein Tag war gestern. Aber weil ich diese Tage inzwischen schon kenne, war ich gestern furchtbar gewitzt und habe bereits am Morgen meine Tagesziele umdefiniert. Der Haushalt hatte B-Priorität, Ziel Nr. 1 war es mit möglichst wenig “Geduld-verlieren-und-Stimme-erheben” durch den Tag zu kommen. Denn das, liebe Freunde, ist eine Herausforderung für mich sanfte, ausgeglichene, liebevolle, perfekte Mama. Hm, hm. Eine der Sachen, die ich lieber nicht über mich gelernt hätte.

Als der weltbeste Ehemann dann am Abend nach Hause kam, habe ich ihm stolz erklärt, dass die Spüle voll dreckigem, die Spülmaschine voll mit sauberem Geschirr steht, dass der Trockner fertig ist und insgesamt drei saubere Wäscheladungen zusammen gefaltet werden müssen, dass die Tasche mit den Einkäufen noch in der Küche steht, die man ja zum Glück durch das Chaos im Flur nicht betreten kann und ich TROTZ ALLEM mein Tagesziel erreicht habe und nahezu gar nicht laut geworden bin. Ha!

[Heute hat das nicht so gut geklappt. Aber für solche Tage gibt es dann ja immernoch Schoko-Sahne-Pudding zum Feierabend. Oh, wie gut.]

Eine lernende Bini

P.S. Ist es komisch, dass ich ein Foto von meinem Schokopudding-Feierabend mache? Macht nix. Ich hab’s trotzdem gemacht, weil ich mich auch an diese Zeiten meines jungen Mutterglücks erinnern will: Der süße Moment, wenn das Kind schläft.

Kommentare 4

Tanzen gegen den Mittagsschlaf-Krieg

dance*party-01

Seit wir aus dem Amerika-Urlaub zurück sind, sind die Schlafgewohnheiten noch nicht ganz zurück gependelt. Puh. Ich bin ja unfassbar dankbar dafür, dass die kleine Norali nachts durchschläft, aber BIS sie mal schläft, vor allem beim Mittagsschlaf, das ist schon eher ein Kampf.
Und vorgestern war es eher ein Krieg.
Wir haben 2 Stunden gebattlet, bis eine müde Mama am Ende aufgegeben hat. Zu diesem Zeitpunkt waren keinerlei Nerven mehr vorhanden. Huiuiui.

Und als ich dann völlig entnervt auf meinem Sofa sitze, kommt der kleine Zwerg angezwockelt, deutet mit ihrem kleinen, speckigen Fingerchen auf mein macbook (die Tanzmusik-Quelle) und fängt an mit dem Windelpo zu wackeln. Es hat nur einen kurzen Moment gedauert, bis ich die Aufforderung zur Dance-Party verstanden habe und einen weiteren kurzen Moment, bis wir lachend durch’s Wohnzimmer gesprungen sind.

dance*party-02

Diese zwei Sachen hat sie schon wunderbar raus: mich zur Weißglut treiben und mich durch’s Wohnzimmer hüpfen lassen.

Eine tanzende Bini

Kommentare 11

…und dann war es ein Jahr später.

Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, dass ich hier ein Jahr lang nichts geschrieben habe.

12month-2

Ha! Doch, ich weiß es zufällig sehr genau. Dieses herrliche Kind ist passiert. Mein Leben stand Kopf und steht es heute immernoch.
Wenn man Mutter wird, fragen einen ja viele Leute, wie es so ist Mutter zu werden. Und ich fürchte immer, dass ich mit meiner Antwort nur den Wunsch wecke, die Frage nie gestellt zu haben. Sie ist lang und lautet ungefähr: Krass. Extrem. Alles daran ist extrem. Die Veränderung, die unfassbare, grenzenlose Begeisterung für diesen kleinen Menschen, die Abgründe, die sich körperlich, emotional und Schlaf-technisch auftun. Das Ringen mit neuen Sichtweisen des Lebens, vor sich selbst zugeben müssen, dass sich die Einstellung ändert. Die unglaubliche Verknappung der eigenen Zeit ertragen. Die erfrischende Abkehr von der Fokussierung auf sich selbst. Es ist hart und es ist schön. Man langweilt sich. Man ist überfordert. Man macht langweilige Sachen und wundert sich, dass man sich nicht langweilt. Das und noch ungefähr 1.000 andere kleine Sachen.

12month-1

Kinder kriegen, das machen die Menschen überall auf der Welt, schon immer. Und erleben es sicherlich sehr unterschiedlich. Aber für mich ist es mit Abstand das krasseste und umwerfenste Erlebnis meines Lebens. Und ich bin noch ein Jahr später nicht sicher, dass ich es wirklich verstehe. Und darum habe ich entschieden, hier wieder mit dem Schreiben anzufangen. Weil ich 2 Sachen fest glaube: dass es für mich eine heilsame Sache ist, das mit dem Schreiben und dass es für alle eine wunderbare Sache ist, das mit dem Teilen (und sich hoffentlich ein wenig verbunden fühlen). Darum schreibe ich. Und darum freue ich mich, wenn du es liest.

12month-3.jpg

Willkommen zurück! Das wird ein Spaß!

Eine einmal-auf-den-Kopf-gestellte Bini

P.S. Um hier auch noch ein, zwei Worte über die kleine Norali zu verlieren: Sie ist unfassbar toll. Ganz und gar. Wir gehören zu diesen bescheuerten Eltern, die nicht fassen können, wie toll ihr Kind ist (auch wenn wir versuchen, dass nicht so doll nach außen zu tragen). Sie ist wild und furchtlos, sie lacht schelmisch und jammert manchmal tagelang. Sie ist ein ganz normales Kind und das beste der Welt in meinen Augen.
Das wollte ich nur mal sagen, nach all den Ausführungen über extreme Veränderung, Abgründe und Herausforderungen. Auch wenn das Mutter-werden für mich so extrem ist, ist meine Begeisterung für diesen kleinen Menschen auch sehr extrem. Und ich bereue nichts, oh nein.